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EUPHORIA I - Die Abenteuer des Keoma in Mimeka

Euphoria I.

1. Kapitel: Von A nach C über B

Es geschah zur dunkelsten aller kalten und nebligen Nächte. Ihm floh der Verstand, er gab nur zögerlich nach und wandte sich doch der Pforte des Ewigen zu. Jetzt umarmte ihn der Nebel und streifte über seine Wangen. Voller liebe schien Keomas inners Licht durch ihn hindurch und färbte den müden Horizont in das hellste und zarteste Rot, als wenn Euphoria selbst schon ihre süßen Lippen auf die erde hätte gelegt. Nun sprach der Nebel in sein Ohr: "Bringe ihr etwas von meinem Schweife mit. Sie soll daraus einen Mantel schneidern. Diesen wirst du tragen, so dass du undurchdringbar bist für die scharfen Hiebe des Vergangnen.". Und mit des Nebels Worten und dem Schweife schritt er voraus, sah sich ein letztes mal um, ballte seine Fäuste und sprang.
Inmitten von unzähligen Sternen glitt währenddessen Crépt umher, auf der Suche nach dem schwarzen Tor. Jiva, der schwarze Magiermeister lehrte ihm die verbotnen Fähigkeiten des Versklaven von verlornen Seelen, die er sich nun zu eigen machen wollte.
Zu diesen sollte die Keomas zählen.
Die Luft um ihn herum wurde kalt, er zog seinen Mantel zu, band sich den Schweif des Nebels um den Hals und schloss seine Augen, während er tief in Gedanken an seine liebe Euphoria versank. Im kältesten moment riss jemand an seinem Mantel. Keoma blickte auf und sah in die Augen des Mönches Crépt. Ohne Überlegung zog dieser ein gigantisches Schwert, das die Umwelt auf seiner Klinge in millionen Farben wiederspiegelte. Auf dem Griff befand sich das Abbild von Jiva, gefasst in schwarze Edelsteine. Darüber funkelten dunkelgrüne Brillianten, die das Konterfey mit einem merkwürdigen Schein bestrahlten. Es schien, als spottete Jiva lachend über ihn.
Keoma konnte seinen Blick nicht abwenden und vergaß, den Angriff Crépts zu verteidigen. Da fing sogleich sein Halsband an zu sprühen und funken zu schlagen, sodass Keoma bald völlig in einem Meer von Lichtern verschwand. Crépt blieb währenddessen in der Sphäre zurück, in der sich die beiden noch fallend befanden. Er putzte die Klinge des Schwertes, steckte es wieder ein und flog zurück zur Erde.


Als Keoma aufwachte zog ein Wind netzartig über seinen Leib und heftete sich fest an ihn, so dass er sich nicht wenden konnte. Fern vom Gedanken an die Idylle sah er sich in dem Ort um, der ihn vor dem Kampf gegen Crépt schützte. Er lag auf einer feuchten Wiese, die ihr Aroma so intensiv in die Luft schoß, dass das ganze Ambiente in einem leichten Grünstich tauchte. Mächtige Bäume umzingelten ihn, fast schon bedrohlich sahen sie ihn von oben an und schüttelten ihr Haupt.
Der Horizont glich verblassner Tusche auf Pergamentpapier. Er strahlte trotz des schwarzen Kerns merkwürdig hell. Jetzt nahm er auch Geräusche war, die aus einem Teich erklangen, der sich unmittelbar neben ihm befand.

Keoma durchfuhr die Angst. Er wollte fliehen; jener fremde Ort war ihm unheimlich. Während er noch versuchte, sich von den unsichtbaren Fesseln zu lösen, die seinen Körper mit ganzer Kraft am Boden hielten, erschien ihm ganz plötzlich ein kleines Licht, das über seinem Kopfe merkwürdige Linien flog.
Schließlich setzte es zur Landung an, legte sich auf seine Brust und schien, dadurch in ihn einzudringen. Keoma kniff die Augen zu, es schmerzte. Hatte er nicht seinen Schweif, der ihn vor Attacken solcher Art schützte? Wieso gelang es ihm nicht, diesen unaussprechlichen Schmerz durch warme Gedanken an Euphoria zu lindern?
Es war ihm, als durchfuhren ihn die Glieder der Rose, deren Sprosse und Dornen sich in seinem Innern verharkten und daran zogen, als wollten sie ihn auseinander reißen. Ihn schmerzte es so sehr, dass er bald auch schon in Ohnmacht fiel. "Deine Macht reicht aus, mein ganzes Volk mit einem Mal zu zerstören. Haben es meine Brüder nicht schon schlimm genug, dass du ihnen ihr Licht nahmst? So nimm mich, erlöse mich von jenem Pein, der mich so leiden lässt."
Im Glauben, er sei nun vom geheimnisvollen Waldstück ins Reich des Jiva geholt worden, hob Keoma seine Hände, fuhr sich durch das Gesicht und öffnete seine verkrampften Augen. Um ihn herum standen immernoch die selben Bäume, die sich über sein Leid amüsierten, als ihn das weiße Feuer durchfuhr. Nun standen sie ganz still und sahen ihm achtend dabei zu, wie er seine Glieder ausstreckte und sich vom Boden erhob.
"Wie geschieht's mir? In mir friert es. Ich merke wohl, das meine Brust noch kämpft." In diesem Augenblick erschien ihm endlich seine Euphoria, Behutsam schob sie die Krone des Baumes zur Seite und sah zu ihm hinunter. Sie trug langes Haar, das mit ihr über die Schultern fiel. Ihr roter Mund leuchtete, die Augen glänzten. Eine weite Perlenkette reichte bis zum Boden und umzingelte Keoma.
"Ist's nun soweit? Darf ich endlich bei dir sein?"
Keomas Atemzug nahm plötzlich Form und Farbe an. Er erkannte darin das grelle Licht, das ihn vorhin noch durchdrang. Um das Licht herum blitzten Funken. Gelbe, grüne und auch blaue.
Seine Brust zog sich zusammen, sodass Keoma vom Krampf geplagt zu Boden sank. Er hob den Kopf, um der leuchtenden Wolke hinterherzusehen und sah Euphoria, wie diese sie in einem Beutelchen einfing. Keoma schrie nach ihr und streckte seine Hände aus. Euphoria nahm daraufhin die Gestalt des Pegasus an und flog gen Himmel.
Keoma sah sich um. Wieso sollte es noch nicht soweit sein? Was zog sich das Licht aus seinem Innern?

 

 

*mittlerweile bin ich nicht mehr eins mit der Wortwahl...

4.1.07 17:06
 


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