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Euphoria; die Urfassung

...des Pegasus' Schweife folgend zog ich von dannen, um mich dem hinzugeben, dessen Sinn mein Dasein bestätigte...von verborgnen, geheimen Gedanken an das Weib, das ich lieb', überflutet, zehr' ich an des blühenden Baumes Wurzeln... um sie zu bergen... bergen vor der Ernte des Bösen... bergen vor der Zeit... bergen vor dem unergründbarn Innern, bergen vor den trüben Schleiern der Nacht... behutsam spreize ich nun die Flügel aus, spüre wie mir der Lenz durch die einzelnen Federn fährt... schau gen Himmel und lass mich vom Winde tragen... Es wird dunkel um mich herum, das Blau verschmilzt mit dem Schwarzen... wie funkelnde Diamanten reflektieren die Sterne die prächtigsten Farben... ein Himmelsschauspiel dessen Wert nicht zu ersetzen ist... Schau ich nach hinten, seh ich sie fluchen, töten, sterben... vor mir liegt es nun... zögernd setzte ich zur Landung an... schaue nach links, schaue nach rechts... und sinke im selben Moment zu Boden... lasse den warmen Sand durch meine Hände gleiten, während mir die Sonne voller Wonne über meinen Korpus streichelt... im selben Moment verspürt ich das Heimatsgefühl, das auf meiner Suche verloren gegangen ward... sorgsam grabe ich ein kleines Loch in die feuchte Erde und setze sie hinein... Endlich durchfährt sie der Nektar des Lebens bis ins letzte Äderchen, lässt sie blühen, strahlen und wachsen... fortan möcht ich dich auf ewig schützen und nie ausser Acht lassen... Werd dich behüten wie den größten Schatz... dir nicht mehr von der Seite weichen... immer schneller wächst sie aus der Erde empor, überragt nun das Tal und steigt immer höher und weiter gen Himmel... Mit all meiner Liebe umklammere ich sie nun, drück ihr meine Lippen auf, küsse sie... Wolken tun sich nun um sie auf... unzählige Regenbögen überspannen sie, Schmetterlinge heften sich an sie... werden eins mit ihr... so auch ich... während ich noch an ihr schmiege beginne ich, mit ihr zu verschmelzen... Verliere meine Sinne... Gewinne Liebe... Verlier den Boden, gewinne den Himmel...

 

*aus diesem Stück entstand die Grundidee für das Neuromantikmärchen "Euphoria", an dem ich momentan arbeite.

20.3.04 17:33
 


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


sepia / Website (3.1.07 19:09)
dieser text ist schön und ergreifend,wie musik...
wofür ist das neuromantikmärchen und was ist das für ein stück,hast du das geschrieben, wenn ich fragen darf?


Manuel / Website (4.1.07 16:44)
Ja, es ist mein Stück. Ich schrieb es, um mir eine Grundlage für das weitere Komponieren neuer Musik zu legen.
Mittlerweile sehe ich es aber nicht mehr nur als Inspirationsquelle sondern viel mehr als eigenständiges Medium zum Ausdruck meiner Gedanken um Euphoria (*Protagonistin des Stücks).


sepia / Website (4.1.07 16:59)
Du komponierst neue Musik? wow...


Manuel / Website (4.1.07 17:08)
Musik 2.0 ... für mich ist sie 2.0- im Kopf existiert sie bereits, doch es gilt, sie in synthetische und auf meine Weise authentische Töne umzuwandeln... auch wenn nur ich sie hören möchte- erfüllt sie ihren Zweck.
Hhabe übrigens neu gebloggt- das erste Kapitel des Stückes.


sepia (4.1.07 22:23)
das ist phantastisch geschrieben.. ich bin das nicht so gewohnt zu lesen,aber es gefällt mir!

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